Werbeprospekte und kostenlose Wochenzeitschriften: Interesse und Relevanz

Werbeprospekte wie auch Werbung im Allgemeinen kann man verweigern, z.B. wenn sie schlecht gemacht ist oder keinen zusätzlichen Nutzen hat.

Die letzte Befragung von 2.597 Studienteilnehmern des Spectos Mail Monitors zeigte jedoch sehr deutlich, dass nur 7% davon – sehr wenige also – den Einwurf von Werbung in Ihren Briefkasten durch einen entsprechenden Aufkleber verhindern wollen. Das bedeutet: 93% haben nichts gegen Werbeprospekte!

Verteilung der Werbeprospekte

Darüber hinaus ist im Vergleich sehr interessant, was 61% der Werbeverweigerer an Prospekten wöchentlich bekommen:

Werbeprospekte

Lebensmittelprospekte werden am häufigsten zugestellt (gewünschte 97% vs. 59% ungewünschte Zustellung). 86% bekommen Baumarktprospekte zugestellt, genauso wie 41% der Werbeverweigerer. Über ¾ bekommen Möbelprospekte und mehr als 1/3 landen bei den Werbeverweigerern. 77% werden „erwünscht“ über Elektronik informiert.

Bei den Werbeverweigerern sind es nahezu 1/3, die Elektronikprospekte im Briefkasten finden. Drogerieprospekte erhalten noch mehr als 2/3 gegenüber den 28%, die diese Werbeprospekte gar nicht wollten.

Bei den Prospekten über lokale Dienstleistungen, wie Pizzaservices, Schlüsseldienst, Parties, etc. kehrt sich das bisherige Verhältnis erwünschter gegenüber unerwünschter Zustellung komplett um: 54% der Werbeverweigerer bekommen diese Informationen, aber nur 31% derer, die auf den Aufdruck „Bitte keine Werbung einwerfen“ auf dem Briefkasten verzichten.

Das Bedürfnis nach zusätzlichen Werbeprospekten

Auffällig ist, dass die zugestellten Werbeprospekte die Informationsinteressen beider Gruppen nicht völlig abdeckt. Die Werbeverweigerer zeigen hierbei ein besonderes Nachholbedürfnis:

Größtes Interesse wird an zusätzlichen Prospekten über Lebensmittel gezeigt. 59% der Werbeverweigerer und sogar 55%, derjenigen die sowieso Prospekte erhalten, versorgen sich gezielt damit. Alle anderen Prospektformen werden höchstens zu einem Drittel (Baumärkte (17% vs. 28% Werbeverweigerer) gezielt ausgewählt.

Das erhöhte Interesse der Werbeverweigerer zieht sich dabei durch fast alle Prospektarten: Bei Drogeriemärkten sind es 26% vs. 20% von denen, die sowieso schon Werbeprospekte bekommen; bei Prospekten, die in die Kategorie Elektronik fallen, versorgen sich 22% der Werbeverweigerer vs. 13% der anderen Gruppe mit Informationen. Nur bei den Möbeln ist das zusätzliche Interesse mit 8% bei beiden gleich.

Wie genau werden Werbeprospekte gelesen?

Interesse ist das eine, wichtiger für die Relevanz der gelieferten Informationen ist jedoch, ob und wie genau die Werbeprospekte gelesen werden:

Allgemein lesen nur 29% die Prospekte genau, 56% überfliegen sie und der Rest (15%) liest sie gar nicht. Im Vergleich dazu werden Lebensmittelprospekte von 55% am genauesten gelesen. Nur 40% überfliegen und nur 5% ignorieren sie. Am schlechtesten kommen die Prospekte der Möbelhändler weg: 29% lesen diese gar nicht.

Fazit:
Dass nur wenige die Zustellung von Werbeprospekten durch einen entsprechenden Aufkleber verhindern, spricht grundsätzlich für das Interesse, Informationen in Prospektform direkt in den Hausbriefkasten geliefert zu bekommen. Da sich beide Gruppen darüber hinaus gezielt mit weiteren Prospekten versorgen und nur wenige die Werbeprospekte genau lesen, liegt für die Ersteller und Vertreiber noch großes Potential darin, die Relevanz der zugestellten Werbeprospekte weiter zu erhöhen.


Vernetzen Sie sich mit dem Autor, Niels Delater.

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